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2020 - November: Politik bei BORNIT

Bauchemie-Branche durch unzählige Vorschriften und Regelwerke stark belastet

Unter strenger Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln fand im November in der BORNIT®-Zentrale ein intensiver Erfahrungsaustausch über die europäische und deutsche Bauproduktenpolitik und deren Auswirkungen auf die Hersteller statt.
Dazu wurden das Mitglied des deutschen Bundestages Herr Dr. Jürgen Martens (FDP) und Frau Cornelia Kunze vom Wahlkreisbüro sowie der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Bauchemie e.V., Herr Norbert Schröter, in das BORNIT-Werk nach Zwickau eingeladen.

BORNIT®-Geschäftsführer Frank Metzner stellte den Besuchern umfassend dar, welchen enormen Einfluss politische Entscheidungen in Brüssel und Berlin auf die Hersteller von bauchemischen Produkten haben und welcher erhebliche Aufwand durch die Industrie betrieben werden muss, um Bauprodukte rechtssicher auf den verschiedenen Absatzmärkten anzubieten.

Die in den letzten Jahren immer weiter gestiegenen gesetzlichen Anforderungen sowie überbordende Regulierungen führen zunehmend zu Behinderungen bei der Marktbearbeitung und erheblichen Mehrkosten für die Unternehmen.

Zusätzlich zu den Regelungen im europäischen Bauproduktenrecht (EU-BauPVO) müssen von den Produkten in einigen EU-Staaten (auch in Deutschland) noch umfangreiche nationale Anforderungen erfüllt werden, was nicht der politischen Zielstellung hinsichtlich einheitlicher Regeln auf dem europäischen Binnenmarkt entspricht.
Enormer Verwaltungsaufwand entstand z.B. auch durch die ab Januar 2021 geltende,  europäische „CLP-Verordnung“, durch die viele Produkte nur noch angeboten werden dürfen, wenn sie bei den zuständigen nationalen  Behörden in Landessprache oder bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) gemeldet wurden und mit einer produktspezifischen Kennung dem „Unique Formula Identifier (UFI) versehen sind.

Aus Sicht von BORNIT® und vieler anderer Produzenten, die im Bauchemie-Branchenverband organisiert sind,  muss die Politik zukünftig auch in diesem Bereich die Interessen der Hersteller stärker vertreten,  wenn keine Wettbewerbsnachteile auf den internationalen Märkten entstehen sollen.

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Bild: MdB Dr. Jürgen Martens, Dipl.-Ing. Frank Metzner und Dipl.-Ing. Norbert Schröter (v.l.n.r.)

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Bild: Auf die betriebsspezifischen Punkte wurde bei einem Betriebsrundgang eingegangen.